Beziehungen in Fotografie und Skulptur

12 Beziehungsformen in Fotografie und Skulptur

Zwölf unterschiedliche Beziehungen, von privat bis beruflich und von offensichtlich bis hintergründig, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung von Susanne Baur und Sabine Habermann.

Was haben der TatortKommissar Bienzle und seine Filmpartnerin Hannelore mit einem frisch verliebten Pärchen und dem Travestie-Künstler Fräulein Wommy Wonder gemeinsam? Sie verbindet jeweils eine Beziehung – wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Die Ausstellung „Beziehungsformen“ wird am 16. November 2004 um 19.00 Uhr im Bosch-Areal in Stuttgart eröffnet. Die Künstlerinnen haben zwölf verschiedene Formen menschlicher Beziehungen ins Bild gesetzt und in Stein geschnitzt. Sie beschäftigen sich mit Freundschaften, Liebesbeziehungen, familiären Bindungen, Künstlerpaaren
und beruflichen Partnerschaften. Während die Fotografin Susanne Baur Momentaufnahmen der Beziehungen mit ihrer Kamera eingefangen hat, stellt Sabine Habermann das Wesen dieser Beziehungen in Form von Skulpturen dar.

Um sich ein Bild von den Beziehungen machen zu können, haben die beiden Frauen Gespräche mit den beteiligten Personen geführt. „Jede der Lebensgeschichten, die wir gehört haben, ist auf ihre Weise besonders und erzählenswert“, so Sabine Habermann. Wie die Partnerschaften selbst, so sind auch die Fotos und Skulpturen alle grundverschieden. In begleitenden Texten erfährt Besucher der Ausstellung mehr über die abgebildeten Menschen und die Art ihrer Beziehung. Neben Bienzle und Hannelore ist als weiteres prominentes Paar Wieland Backes vom Nachtcafé mit seiner Redaktionsleiterin zu sehen. Daneben aber auch „ganz normale“ Menschen, die sich über eine Kontaktanzeige kennen gelernt haben oder sich auf der Straße begegnet sind. Dass für eine Beziehung übrigens nicht unbedingt zwei nötig sind, beweist Wommy Wonder: Er repräsentiert die Beziehung zu sich selbst.

Die Ausstellung läuft bis 30. November 2004 im Bosch-Areal, Breitscheidstraße 6, in Stuttgart; Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 15 bis 20 Uhr.

Mehr Informationen zum Projekt unter www.beziehungsformen.de